Vulkaneifel Leseprobe - page 5

Heimat hautnah.
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NATUR UND GEOLOGIE
oben. In etwa 200 Meter Tiefe traf es auf das Grundwasser.
Dieses Grundwasser verdampfte schlagartig und es kam zu
einer Wasserdampfexplosion, die das Gestein wegsprengte.
Es entstand ein 200 Meter tiefer Trichter mit einem Ring aus
vulkanischem Material.
Im Dreiser Weiher hat man herausgefunden, dass es drei die-
ser Ausbrüche gab. Heute zeigt das Gelände jedoch nur einen
Maarkessel. Dies legt nahe, dass die Ausbruchszentren dicht
beieinander gelegen haben müssen. Mehrere Ausbruchspha-
sen haben viele Maare. Das besondere beim Dreiser Weiher
ist jedoch seine Größe, denn damit muss auch der auslösende
Krater sehr tief gewesen sein.
Der Dreiser Weiher ist seit 1986 in Teilen unter Naturschutz
gestellt. „Schutzrecht ist die Erhaltung des Dreiser Weihers…
aus wissenschaftlichen Gründen und wegen ihrer besonderen
Eigenart und hervorragender Schönheit“ sowie“…als Lebens-
raum seltener, bestandsbedrohter Tier- und Pflanzenarten.“
(§3 RVO Dreiser Weiher mit Döhmberg und Börchen.)
In diese einzigartige Natur ist die Quelle eingebettet,
der das Wasser für die Dreiser-Produkte entspringt.
Quellen: Prof. Dr. Frank Sirocko, Geo-Infoband Vulkaneifel,
„Geologie der Eifel“ von Wilhelm Meyer
ENTSTEHUNG EINES MAARES
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Quelle: Eschghi, I. (2002): Geo-Infoband Vulkaneifel–Hrsg.: Geo Zentrum Vulkaneifel und Landkreis Daun, 2. Auflage
Ein Markenzeichen der Vulkaneifel sind die vielen Maare,
besonders in der Umgebung von Daun zu finden.
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